REISE DURCH MEIN BUNTES LEBEN

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​Der Unterföhringer See, wie der Poschinger Weiher eigentlich heißt, ist mein absoluter Lieblingssee. Wobei „See“ echt zuviel gesagt ist, denn er ist nur knapp 600 Meter lang.

Gerade habe ich ihn wieder entdeckt. Um nicht im völlig überlaufenen Englischen Garten laufen zu müssen, wollte ich an der Isar laufen und habe mich daran erinnert, dass es am Poschinger Weiher Parkplätze gibt, von denen ich gut zum Laufen starten kann. Aber davon später

Wie kommt man hin?

Zum Poschinger Weiher kommt man am besten mit zwei Fortbewegungsmitteln: dem Radl oder dem Auto

Die umweltfreundliche Variante, Radl

Die Fahrt von der Uni dauert ungefähr eine halbe Stunde (ca. 10 Kilometer): Man fährt durch den ganzen Englischen Garten, bis zu Aumeister. Von hier aus geht es immer an der Isar entlang, bis man eben da ist. Eine wunderschöne kleine Radltout.

Die schnelle Variante, mit dem Auto

Von München kommend, fährt man erstmal nach Unterföhring. Dort immer die Hauptstraße entlang (Münchner Straße) durch den ganzen Ort durch. Direkt am Ortsausgang fährt man über eine kleine Brücke und sofort danach biegt man rechts ab zum See. Parkgebühren bezahlt man in Höhe von 2€ nur von 1. Mai bis 30. September.

Der See

Der Poschinger Weiher ist immer noch eine Art Geheimtipp. Zumindest nehme ich das an. Selbst im Hochsommer habe ich nämlich noch nie erlebt, dass es überlaufen gewesen wäre. Vielleicht liegt es auch daran, dass weder Fußballspielen noch Grillen erlaubt ist und im Wasser auch keine Badeinseln schwimmen.

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Es gibt große schön angelegte Liegewiesen mit Tischtennisplatten und Bänken und ein bißchen abseits einen großen Spielplatz. Überhaupt ist der See für Familien mit Kindern ideal. Für die Kinder wurde extra für sie einen kleinen Sandstrand angelegt, so das es nur ganz seicht und langsam ins Wasser geht.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist der Biergarten und vor allem das leckere Essen dort. Wer es deftig Bayrisch mag, ist hier wirklich richtig.

Der Poschinger Weiher ist nicht tief, hat aber eine wunderbare Wasserqualität und wird im Sommer selbst für Warmbaderinnen wie mich warm genug.

Warum ich den See so liebe?

Gute Frage, aber auch wirklich leicht zu beantworten.

Meiner Meinung nach ist es am Poschinger Weiher wie in einem guten Biergarten. Alle sind gleich und keiner hebt ab. Hier fährt niemand hin, der „gesehen werden“ möchte. Am Poschinger Weiher ist man, weil man Schwimmen, in der Sonne liegen, sich mit Freunden treffen, faulenzen, lesen oder die Seele baumeln lassen möchte. Party gibt‘s hier nicht.

Man kann auch eine kleine gemütliche Runde um den See spazieren. Das Ostufer ist wild und zugewuchert. Dort führt direkt am See  ein kleiner Pfad entlang. Allerdings sollte man wegen der Brombeeren und Brennessel schon mehr als nur ein paar Fliflops tragen. Alternativ nimmt man den normalen Weg, der oberhalb des Poschinger Weihers entlang führt. Egal welchen man bevorzugt, man kommt immer wieder am Westufer und damit am Parkplatz raus.

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Das große Plus – die Isar

Und noch ein großes Plus hat der kleine See in meinen Augen. Die Isar ist gleich ums Eck.

Wird es am See zu voll, geht man 200 Meter und kann sich ein ruhiges schattiges Plätzchen an der Isar suchen.

Wer grillen möchte, geht zuerst im See baden und wechselt abends an die Isar. Auf der großen Kiesbank oder an den unzähligen kleinen versteckten Eckchen findet jede*r die passende Stelle. Ja und hier ist nicht nur Grillen, sondern auch Party erlaubt.

Überhaupt die Isar. Hier ist sie relativ breit und im Sommer auch nicht so tief.

Neben dem breiten Fahrradweg gibt es auch einen kleinen mal breiteren, mal sehr schmalen Weg, auf dem man wunderbar joggen kann.

Und nach dem Laufen? Badesachen aus dem Auto holen und am See entschleunigen. Womit wir dann wieder am See wären ….