© Reise durch mein buntes Leben | HankaDie Debatte um den Brexit und das ewige Hin und Her nervt. Aber Nichtsdestotrotz bleibt London eine der faszinierendsten und vielschichtigsten Städte Europas. Mein Leben reicht auf jeden Fall sicher nicht, um alles zu entdecken.

Da meine Tochter in London lebt, habe ich das große Glück, theoretisch jeder Zeit dort hinzufliegen, ohne mich um lästige und teure Übernachtungsmöglichkeiten zu kümmern. Theoretisch!! In der Praxis scheitert es leider bisher häufig an der Geschäftigkeit von uns beiden. Aber ein paar Mal haben wir es immerhin geschafft im letzten Jahr.

Beim letzten Mal hat sie mich mit einem Besuch im Sky-Garden überrascht und ich war ehrlich gesagt sofort ganz hin und weg.

Wie kommt man hin?

Der Sky Garden liegt Mitten im Bezirk City of London. Die nächsten U-Bahn-Stationen sind:  Monument, Tower Hill, Tower Gate, Aldgate, Bank und Mansion House. Die Entfernung von den Stationen liegen alle unter 10 Minuten. Außerdem halten die meisten wichtigen Busverbindungen in der Nähe.

Gut verbinden kann man einen Besuch im Sky Garden auch mit einem Spaziergang an der Themse, die nicht weit entfernt liegt.

Das Erlebnis und ein paar Fakten

Natürlich wusste ich, dass sich London‘s höchstgelegener öffentlicher Garten im sogenannten „Walkie Talkie“ im 35. Stock befindet. Da ich dort immer schon mal hin wollte, war die Überraschung natürlich besonders gelungen. 

Weil meine Reisen nach London meist sehr spontan zustande kommen, war für mich bis dahin immer klar, dass es mit einem Besuch im Sky Garden wohl so schnell nix wird.  Die kostenlosen Tickets sollte man bereits frühzeitig buchen.  Richtig gelesen, im sonst so teuren London gibt es auch richtig spektakuläre Dinge, die nichts kosten, man muss es halt nur wissen. 

Um 13.00 Uhr, also zur reservierten Uhrzeit, fuhren wir mit dem Aufzug in den 35. Stock. Vorher mussten wir einen Sicherheitscheck wie am Flughafen durchlaufen. Bereits beim Aussteigen war ich schier überwältigt, da man sofort einen grandiosen Blick auf und über die Themse hat.

Alles ist verglast, so dass man wirklich in jede Richtung ein  Stück London von oben entdecken kann – ein grandioser 360 Grad Blick.

An diesem Tag im Dezember war es ein bisschen diesig, aber wunderschön. Wie schön muss dann erst ein Sonnenauf- oder -untergang sein? Wahrscheinlich muss man die Tickets dafür aber bereits Monate im Voraus reservieren (vielleicht ein Tipp für all diejenigen, die weniger spontan verreisen als ich?).

 

Wenn man die üppige Bepflanzung bestaunt und alle Fotos und Selfies geschossen hat, kann man sich auf der Terrasse noch den Wind um die Nase wehen lassen. Zum Abschluss noch ein Glas Wein und eine Kleinigkeit zu Essen an einer der beiden Bars oder ein stilvolles Menü im Restaurant.

Hier kann man dann auch gemütlich in diversen Reiseführern weiterschmökern, um sich das nächste Highlight der Städtereise rauszusuchen. Ich bevorzuge für London keinen klassischen Reiseführer, sondern “111 Orte in London, die man gesehen haben muss“. Einfach mal reinlesen und auch ihr werdet keinen 08/15 Reiseführer mehr benutzen.

Ob letzteres noch im vorgegebenen Time Slot Platz hat, bezweifel ich. Aber ehrlich gesagt, hat beim Runterfahren das auch keiner kontrolliert.