© Reise durch mein buntes Leben | HankaJeder kennt das, man lebt in einer wunderschönen Stadt, bekommt Besuch und der weiß plötzlich über die eigene Heimat sehr viel mehr, als man selbst.

Ich lebe in München und liebe meine Stadt. Damit es mir nicht genau so geht, lege ich ab und zu einen Touritag ein und besuche besondere Orte.

Der Botanische Garten ist so ein wunderschöner Ort und nicht nur für Pflanzenliebhaber*innen.

 

Ein bißchen Historie

Der Botanische Garten München heißt eigentlich Neuer Botanischer Garten. Der Alte Botanische Garten befindet sich mitten in der Stadt, in der Nähe vom Stachus. Nachdem München immer größer wurde, beschloß man Ende des 19. Jahrhunderts, einen neuen Botanischen Garten, anschließend an den Nymphenburger Schloßpark zu bauen. Baubeginn war 1910, im Mai 1914 wurde er eröffnet.

Ein paar Fakten

Der Botanische Garten in München ist, so wie er jetzt besucht werden kann, mit 21,2 Hektar der größte Botanische Garten in Deutschland. Man findet hier ungefähr 16.000 Pflanzenarten, die riesigen Gewächshäuser haben über 4.500 Quadratmeter. Mit ihrer transparenten und filigranen Eisen-Holz-Glas-Architektur, zählen sie zu den letzten großen Pflanzen-Schauhäusern.

Außerdem gibt es den Schmuckhof, den Rhodedendronhain, das Arboteum und das Alpinum an einem kleinen See.

Die Anfahrt ist denkbar einfach. Wegen der Parkplatznot – wie überall in München – empfehle ich einfach am Stachus in die Tram 17 Richtung Amalienburgstraße zu steigen und an der Haltestelle „Botanischer Garten“ wieder auszusteigen.

Der Eintritt beträgt 5,50€ und gilt für den riesengroßen Park und die Gewächshäuser. Im Winter kann man den Park umsonst besuchen und zahlt den Eintritt nur für die wunderschönen Gewächshäuser.

 

Die Außenanlagen

Die wunderschönen Außenanlagen muss man selbst entdecken. Der Garten ist ganz toll und vor allem thematisch angelegt.

Zu jeder Jahreszeit gibt es Neues und auch andere Farben zu zu bestaunen.

Im Winter gibt es noch was ganz Besonderes und das zieht auch ganz viele Fotografen an.

Im Alpinum gibt es eine Vogelfutterstelle, an die unglaublich viele Vögel kommen. Eine Frau erzählte mir von sechs verschiedenen Meisenarten.

Auf der Website kann man nachlesen, dass 46 Vogelarten dort brüten, aber auch, dass 106 Wildbienenarten dort zu Hause sind.

Man kann lange durch die verschiedenen Themengärten spazieren und hat tatsächlich das Gefühl von absoluter Entschleunigung.

 

Die Gewächshäuser

Die Gewächshäuser sind sehr faszinierend und thematisch unterschiedlich gestaltet.

Offensichtlich beeindruckend sind das Große Kakteenhaus, das Palmenhaus und das Afrika- und Madagaskarhaus. Bei meinem letzten Besuch war das Orchideenhaus, in dem auch Schildkröten zu sehen sind, leider geschlossen.

Ich liebe besonders die kleinen Hallen mit den Cyadeen und den Baumfarnen. Diese urigen Pflanzen, die in so vielen unterschiedlichen Formen wachsen – toll!!