© Reise durch mein buntes Leben | HankaIch liebe Malta und war auch schon mehrmals dort. Eins meiner Highlights auf der Sonneninsel ist Mdina, die alte Hauptstadt Maltas. In ihr kann man sich, ohne die Augen zu schließen, zurückversetzen in die Zeit der Kreuzritter.

Anfahrt

Malta hat ein hervorragendes Bussystem, Linksverkehr und ziemlich chaotische Autofahrer. Deshalb bietet es sich an, mit dem Bus zu den Ausflugszielen zu fahren. Da ich in Sliema gewohnt habe, bin ich also mit dem Bus über Valletta nach Mdina gefahren (Buslinien: 50, 51, 52, 53, 56 vom Busterminal in Valletta). Obwohl es Februar war, war ich heilfroh, dass ich sehr früh losgefahren bin und so noch vor den Kreuzfahrttouristen und organisierten Ausflügen in der Stadt war. Mdina liegt auf einem Berg,  weshalb man von dort einen unglaublichen Ausblick hat, aber davon später.

Das mittelalterliche Mdina

Der Bus hält quasi direkt vor dem Tor und so steigt man aus und spaziert durch das Mdina Gate direkt in die Stadt. Game of Thrones Fans werden es kennen, denn das ist das Stadttor von Kingslanding in der Serie. Sofort nach dem Tor ist man schon mittendrin in der wirklich wunderhübschen Stadt und fühlt sich zurückversetzt in die Zeit der Kreuzritter.

Weil ich ja so früh dran war, konnte ich völlig allein durch die engen schmalen mittelalterlichen Gassen spazieren. Überall entdeckt man kleine hübsche Details wie besondere Türen, Blumenschmuck oder hübsche Laternen und kommt sich vor, wie im Mittelalter.

Unbedingt besuchen sollte man die St. Pauls Cathedral und das dazugehörige Museum. Die Kathedrale ist zusammen mit der St. Johns Co-Cathedral in Valletta Bischofssitz in Malta und wunderschön. Im Museum gibt es neben Werken von Dürer noch andere Schätze zu bestaunen.

 

© Reise durch mein buntes Leben | KaffeeAls dann am späten Vormittag die Touristenmassen anrollten, habe ich mich gemütlich ins Café Fontanella Tea Garden gesetzt und bei einem Cappuccino den wunderschönen Ausblick Richtung Valletta genossen.

 

Rabat

Außerhalb der Mauern von Mdina liegt Rabat.  Rabat ist die neue Stadt, die um die Stadtmauern herum gewachsen ist.

Das beeindruckendste an Rabat sind sicher seine Katakomben. Es gibt die St. Paul‘s, St. Agatha‘s und St. Cataldus Katakomben.

Ich habe mich an diesem Nachmittag für die St. Paul‘s Katakomben entschieden und es auf keinen Fall bereut. Die Katakomben wurden um 350 n. Ch. angelegt und insgesamt im Laufe der Jahre 1400 Menschen beerdigt. Wenn man durch die verwinkelten unterirdischen Gänge streift, ist davon natürlich nix mehr zu sehen, denn anders als in Paris sind alle Skelette entfernt. Dafür sieht man in der Haupthalle einen kreisförmigen Steintisch, an dem die Hinterbliebenen zu Ehren des Toten ein Mahl einnahmen und in den verwinkelten Gängen immer wieder Gruben und Tafeln. Im 2. Weltkrieg wurden die Katakomben als Luftschutzbunker genutzt.

Wenn man in sich in Rabat und Mdina mit Kunst und Kultur vollgesogen hat, kann man sich entscheiden. Wieder zurück nach Valletta und damit nach Haus oder mit dem Bus weiter zu den Dingli Cliffs. Ich war so platt, dass ich zurück gefahren bin und die Dingli Cliffs auf einen anderen Tag verschoben habe.