© Reise durch mein buntes Leben | HankaIch muss ehrlich gestehen, als ich nach Korsika fuhr, hatte ich von Erbalunga noch nie etwas gehört. Calvi, Bastia, Bonifacio, Ajaccio – klar, die kannte ich vom Namen her, aber Erbalunga?

Am Strand von Calvi sah ich dann einen Typ, der auf einem dieser typischen Touristenhandtücher, auf dem neben dem Umriß von Korsika fett “Erbalunga” prangte, lag. Das machte mich neugierig, denn wenn es schon Handtücher gibt, muss der Ort ja irgendetwas Besonderes haben.

 

Anfahrt

Nach unserem Wechsel an die Ostküste der Insel beschloss ich, diesem Örtchen einen Besuch abzustatten. Von Bastia aus liegt Erbalunga nur einen gefühlten Katzensprung entfernt. Man fährt ca. 20 Minuten immer die schmale Küstenstraße entlang Richtung Norden und schon ist man da. Das Auto parkt man am Besten auf dem großen öffentlichen aber kostenpflichtigen Parkplatz hinter dem Rathaus. Zu Fuß überquert man die Hauptstraße und steht mittendrin in diesem wunderschönen, kleinen und verträumten Fischerdörfchen.

Der Ort

© Reise durch mein buntes Leben | ERBALUNGAÜber besondere Sehenswürdigkeiten, Museen oder andere touristische Highlights verfügt das Fischerdorf meines Wissens nicht.

In Erbalunga kann man wie, in so vielen Orten auf Korsika, aber besonders auf dem Cap Corse, einen halb verfallenen Genueserturm und einen kleinen alten hübschen Hafen bewundern. Ich weiß nicht, wie voll es in der Hochsaison ist, aber Mitte September hatte man das Gefühl, der Ort gehört den Einheimischen, zumal die Souvenirläden klugerweise alle an der Hauptstraße angesiedelt sind und deshalb diese Illusion nicht zerstören.

Abgesehen davon lohnt es, sich einfach Zeit zu nehmen, durch die engen Gassen zu schlendern und die vielen hübschen Kleinigkeiten an den oft denkmalgeschützten alten Häusern zu entdecken.

 

Einmal am Hafen entlang spazieren, den Turm bestaunen und in einem der vielen Cafés ein Pietra oder einen Pastis  trinken.

Was aber unterscheidet Erbalunga von all den anderen korsischen Dörfern, die all das auch haben?

Ich weiß es wirklich nicht.

Als ich aber in einem Café am schnuckeligen Hafen saß, blickte ich auf die alte, seit Jahren unbewohnte herrschaftliche Villa auf dem Platz davor.

Während ich also einen phantastischen Eisbecher in mich hinein löffelte, hatte ich wirklich plötzlich das Gefühl, dass ich einfach nur bleiben möchte.

Objektiv spricht überhaupt nichts dafür.Korsika ist teuer, die Korsen sind eigen, mein Französisch ist schlecht, Erbalunga ist ein pittoreskes Kaff, es gibt keinen vernünftigen Strand etc.

Und doch, irgendetwas hat dieser Ort mit mir gemacht, mir zumindest einen ganz gewaltigen Floh ins Ohr gesetzt …

 

Da ich keine ausgewiesene Korsika-Expertin bin und meine Reiseberichte sehr individuell, emotional und damit natürlich auch subjektiv sind, kann ich allen, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, einfach mal, zusätzlich zu meinem Blog natürlich, in einem guten Reiseführer zu stöbern.

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